Archiv des Autors: dowocasi

der übliche Morgen

Auch wenn ich mich nicht wirklich oft in der Küche verirre, gehört es doch wohl zu meiner Aufgabe morgens den ersten Kaffee zu kochen. In aller Regel treibt mich die (prä-) senile Bettflucht um einiges vor der Crew aus den Federn.

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Belohnt wird das ganze durch meist phantastische Sonnenaufgänge (Hinweis an die Crew(s): ja das gibt es wirklich). Hier finde ich die Ruhe und Zeit das ein oder andere zu planen. So wird z.B. das oft vernachlässigte Logbuch ein wenig ergänzt.

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Auch die imagäre Wehwehchenliste des Bootes kommt zum Einsatz.
Gestern hat es aber eher unsere H-Jolle getroffen. Im Schlepp bei ziemlich Wind hat der Bug unterschnitten und sie ist gekentert. Das ganze geschah dicht vor Hyeres sodass nach einiger Zeit auch der Anker des Cats gegriffen hat und wir fast alles bergen und aufrichten konnten. Trotzdem war schnell klar, dass es bei diesen Verhältnissen nicht gut ist, weiter zu schleppen. Zurück am eigentlichen Ankerplatz haben wir dann das Slippen und abtakeln organisiert, was den ganzen restlichen Tag in Anspruch genommen hat. Heute erwartet uns dann ein hoffentlich ruhigerer Segeltag mit dem Cat.

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50 von 100 erreicht

Es hat sich ja vermutlich rumgesprochen, dass gestern der eine Teil der 100 erreicht wurde. Ich zähle nun zu den UHUˋs. An dieser Stelle vielen Dank für die zahlreichen Grüße, Glückwünsche und Nachrichten von gestern.
Wir lagen von Montag auf Dienstag im Hafen von Hyeres und haben zunächst mal kräftig reingefeiert.

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Nach der nächtlichen und auch morgentlichen Bescherung gings dann mit Gästen los zum Plage de Notre Dame auf Porquerolles.

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Dort wurde dann der Tag “agbehangen”. Dies geschah auf vielfältige Weise bis hin zum Trapez.

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Auch mein Bruder Uli, meine Schwägerin Jutta, sowie der Bordhund Gremlin hatten wohl ihren

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Spaß dabei.

Das zünftige Geschenk von Uli erwies sich doch als größere Augabe, der wir uns aber trotzdem

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gerne stellten. Auf alle Fälle ein toller Tag!

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Leider musste uns auch unser Bordhund am Abend wieder verlassen, sodass wir jetzt wieder gediegen zu sechst den Rest der Woche genießen können.

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Rekord gebrochen

Mein bisher längster Segeltörn ging 4 Wochen lang. Seit gestern ist die 5. Woche angebrochen! Mit dem samstagmorgendlichen Crewechsel  kann man auch von mal zu mal besser umgehen. Es ist immer eine Mischung aus Abschied, Umgewöhnung, Neugierde und Vorfreude auf die nächste Crew. Diese Woche wird ganz entspannt.  Zum einen steht nicht unbedingt viel Strecke auf dem Programm. Wir wollen uns nur bei den Iles d’Hyeres aufhalten. Wir haben auch eine Jolle von Ralf und Sylvie im Schlepptau, die manchmal auch eigenständig fährt.

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Zum anderen ist am Dienstag mein Geburtstag und es werden angemeldete (vielleicht auch überraschende) Gäste bei uns mitfahren. Das war ein Hinweis/Aufforderung!

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Gestern haben wir nur einen kurzen Schlag gemacht um vor Cavalaire/Le Lavandou die letzten Gäste und auch die Jolle aufzunehmen. Dann hat schon am frühen Nachmittag vermutlich die Geburtstagsfeierei schon eingesetzt.
Jetzt liegen wir an einer Boje in Port Cros und ich hoffe der nachmittägliche Jollensegeltrip sowie der Schnorchelpfad verzögern ein wenig das Einsetzen der (vermutlich) alltäglichen Feierei.

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Nachdem nun fast alle Problemchen an unseren Schiff behoben sind, kann ich das ganze auch mehr und mehr genießen. Kleinere Probleme wie eine defekte Bilgepumpe sind auch relativ schnell gelöst und ein wenig Bastelei tut auch dem seelischen Wohlbefinden gut. Positiv betrachtet lerne ich das Schiff immer besser kennen 🙂

Deck schrubben

Zweimal kam unser Schiff in den letzten 3 Wochen in dem Genuss eine ausgiebige Süßwasser – Reinigung zu erhalten. Nur zweimal hat es in dieser auch geregnet.

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Und dies war immer nur wenige Stunden später. Was soll man nun daraus lernen?
Ansonsten gewöhnen wir uns mehr und mehr an unserer neues Zuhause. Auch durch die wöchentlichen crewwechsel gibt’s immer wieder Abwechslung.

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Die “Kinderkrankheiten ” des schiffchens werden auch zunehmend überschaubar und wir hoffen,daß bei unserem werfttermin am kommenden Mittwoch auch die letzten Motor und Getriebe Probleme behoben werden.

Erste Segelerfahrung

Gestern sind wir nun endlich losgeworden. Wir waren zwar letzte Woche schon segeln, aber richtig viel Wind mit über 30 kn gab’s erst gestern und heute.

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Gut gerefft lief das Bootchen mit bis zu 8,5 Knoten. Aber das braucht man nicht so oft. Letzt liegen wir wunderschön in Strandnähe im maddalena Archipel .

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Schraubtage

So ganz bewusst war mir vorher nicht, wie diese erste Woche ablaufen würde. Natürlich war/ist das Schiff noch an einigen Stellen nach unseren Wüschen auszustatten. Hier und da ergaben sich auch teilweise Kinderkrankheiten der neuen Technik.
Nach dem ersten Wochenende, welches auch von 37 Grad bestimmt war, fuhren wir auch die Insel Caprera in die Bucht Porto Palma.

portopalm

Am nächsten Tag gings unter Segel zurück nach Portisco. Hindurch durchs Ankerfeld der Superyachten, die sich gegenseitig mit “Spielzeug” überbieten.

rutsche

Unser Heimat- und Schraubhafen hat nicht nur eine tolle Bademöglichkeit direkt am Schiff sondern ist auch sehr offen in der Bucht mit einem tollen Ausblick. Den täglichen Sonnenaufgang sieht leider immer nur der erstkaffeekochende Dieter.

deck

Nun sind 2 mehr oder wenig intesive Schraub- und Ausstattungstage hinter uns und ich hoffe, dass heute abend alles zufriedenstellend erledigt ist. Die italienische Mentalität bremst dies leider manchmal ein bischen aus 🙂

shunt

Es wäre zu umfangreich hier über die Details zu berichten. Generell tut sich aber einiges in Sachen Technik, Sicherheit und Komfort.
Auch die neuen Ersatzsegel haben wir gestern angepasst.

segelneu

Abends gings dann mit dem Dinghi einen guten Kilometer weit zur Pizzeria. Also auch irgendwie ein Segeltag.

dinghicasidie

 

Umzug aufs Schiff

Nach sehr ereignisreichen Tagen mit sehr vielen herzlichen Verabschiedungen gings am Samstag los nach Olbia.
Ich wusste zwar, dass das Filmteam von 37 Grad uns am Flughafen Olbia erwartete, konnte aber nicht einschätzen, was ein wartendes Filmteam am Gate alles so auslöst. Gefühlt 300 Passanten erwarteten wohl irgendeinen Promi und standen mit gezückten Handy daneben. Und dann kann Dieter! Im Gegensatz zu üblichen Promis durfte ich jedoch nicht winken und grüßen und sollte nur wie selbstverständlich meinen Weg durch die Menge suchen.
Samstag und Sonntag waren dann von den Dreharbeiten bestimmt. Die Filmcrew bestehend aus Marianne, Clemens und Lenin war äußerst nett und auch schnell in unsere Crew integriert. Irgendwie lief alles wie selbstverständlich und hat auch in keinster Weise gestört.

Natürlich sind wir dadurch noch nicht ganz mit dem Einräumen des Schiffes fertig geworden, aber ist ja letztlich auch eine ganze Woche dafür Zeit. Auch die ToDo- und Fragenliste wächst immer noch. Trotzdem hatten wir gestern einen ersten kleinen Segeltag belgleitet von einem 225 PS Dinghi mit Kamera an Bord. Dabei sind tolle Einstellungen entstanden.

Ich hoffe, dass wir weiterhin eine tolle Woche mit einer gesunden Mischung aus Einräumen, Testen, “Kleinewehwehchenbeseitigen” am Schiff sowie viiiiiiiiiiiel Spaß haben.

Abschiedsfest

Ich hab mich riesig über euer zahlreiches Erscheinen gefreut. Ich hoffe ihr hattet ähnlich viel Spaß wie ich…

Leider hat der (nicht geplante) Gewitterschauer für die meisten einen recht hektischen Aufbruch bewirkt, sodass die einzelnen Verabschiedungen doch recht kurz waren.

– es ging aber noch (ein bisschen) weiter …

Vielen Dank für die lieben Wüsche, netten Karten und originellen Geschenke.

Ich werde euch in Gedanken mitnehmen und natürlich auch medial teilhaben lassen (sofern du nicht eh dabei bist) 🙂

Schee wars, Dieter

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Weitere Photos gibts in der geschlossenen Facebook-Gruppe: https://www.facebook.com/groups/karibik1516

in den letzten Zügen

Ich bin grad selbst erschrocken, als ich gesehen habe dass der Countdown auf meiner Seite schon unter 20 Tagen anzeigt.
Hab ich an alles gedacht? Ist die Packliste (einigermaßen) komplett? Ist hier alles geregelt (Wohnung, Fuhrpark, Abos, Arztbesuche, …)?
Eigentlich hatte ich auch gehofft, dass nach der großen Pack- und Transportaktion zu Pfingsten das meiste erledigt ist. Vieles taucht aber auch jetzt noch nach und nach auf.

Auch in der Schule gabs/gibts durch den großen Umbau der letzten Jahre sowie den Abschluss -Prüfungen, – Korrekturen und -Feiern noch eine Art Endspurt.

Auch ein trauriges privates Ereignis hat mich in den letzten Wochen doch ganz schön beschäftigt.

Trotzdem hoffe ich, dass die Planung nun überschaubar wird.

Zu dem bereits angekündigten Abschiedsfest steht im Moment auch noch das ein oder andere Vortreffen an.

Und dann kommt ja auch noch das Fernsehen. Über Umwege hat mich eine Email erreicht, bei der eine Filmgesellschaft einen Beitrag über das Sabbatjahr bei Lehrern möchen möchte. Nach den ersten Kontakten, war die Filmgesellschaft schnell begeistert von unserem Vorhaben. Das ZDF hat sich dann aber mit der endgültigen Entscheidung doch noch etwas Zeit gelassen. Nun ist es aber fix. Vermutlich am 15.12.2015 werde ich ein Teil von 37 Grad sein.

Gedreht wird zunächst am 28.7 an der Schule. Anschließend will das Film-Team die ersten beiden Tage auf Sardinien begleiten. Da möglicherweise nach meinem Sabbat-Jahr noch ein Beitrag gesendet werden soll, werde ich wohl mit Kamera-Equipment ausgestattet um selbst das ein oder andere zu drehen.

Ihr seht, dass mir im Moment also sicher nicht langweilig wird aber die Vorfreude steigt täglich!